«Wer an die grossen Skikjöring-Legenden denkt, sieht oft eine bestimmte Rennfarbe vor sich. Der Stall Zürichsee von Rolf Gossweiler prägte mit Trainer Miro Weiss über Jahrzehnte das Geschehen auf dem St. Moritzersee.
Mit insgesamt 18 Siegen – allen voran durch die unvergessene Stute Volta – schrieben sie sich in die Geschichtsbücher des White Turf ein.»
Das «Dream Team» auf dem St. Moritzersee: Köbi Broger mit der unvergessenen Stute Volta.
Fotos: Robert Bösch, www.robertboesch.ch
Das Fundament des Erfolgs
Wenn es um Beständigkeit im Schweizer Rennsport geht, führt kein Weg am Stall Zürichsee vorbei. Im Besitz von Rolf Gossweiler und vorbereitet von Trainer-Legende Miro Weiss in Urdorf, avancierte der Stall zu einer Macht auf Schnee.
Der Siegeszug beginnt
Bereits in den 1990er-Jahren begann die Serie: Efir, ein Name, der bis heute untrennbar mit dem White Turf verbunden ist, triumphierte 1995 mit Duri Casty an den Zugleinen. Zwei Jahre später, 1997, doppelte Efir nach und holte mit Köbi Broger gleich zwei weitere Siege.
Volta – Die Königin des Sees
Doch das wahre Aushängeschild folgte kurz darauf. Zwischen 1999 und 2004 kannte das Skikjöring nur einen Namen: Volta. Die Ausnahmestute dominierte das Geschehen fast nach Belieben. 12 Siege, alle unter der Regie des erfahrenen Köbi Broger, sind eine Bilanz, die bis heute ihresgleichen sucht. Sie waren das «Dream Team» jener Jahre.
Erfolge bis in die Gegenwart
Dass der Stall nicht nur Skikjöring kann, bewies später Heloagain. Er sicherte sich 2019 zwei Siege auf der Flachbahn mit Silvia Casanova und legte 2022 mit Carina Schneider nach.
Mit insgesamt 18 Siegen – davon 15 im Skikjöring – zählt der Stall Zürichsee zu den erfolgreichsten und leidenschaftlichsten Akteuren in der 119-jährigen Geschichte des Events.

